You are hereOpen Source: Riesiger Artikel im NZZ Folio 02/10
Open Source: Riesiger Artikel im NZZ Folio 02/10
Aus Spass am Code - so der Titel des längeren Berichts im NZZ Folio. Nachzulesen: Hier.
Der Artikel ist der ideale Einstieg für Leute, welche einmal ein gutes Bild davon erhalten möchten, was sich hier abspielt. Gegenwart und Zukunft der IT. Ebenfalls sollte sich ein paar Minuten für die Lektüre reservieren, wer glaubt es handlet sich bei unserem Geschäft um eine Randerscheinung. Im Gegenteil, es geht die Post ab. Spannend nun zu reflektieren, wieso breite Kreise kaum Bescheid wissen:
Denn: Es findet die Informationen und das Know-How, wer gezielt danach sucht. Sie ist ja im Internet frei zugänglich. Es gibt dafür keine Werbung! Und das ist richtig! Denn Vertrieb, Verkauf, Verpackung von Software sowie die Gewinnmitnahmen machen oft 50% bis 70% des Produktpreis aus. Vom Rest geht bis zur Hälfte drauf, damit sich Firmen rechtlich oder funktional gegen die Konkurrenz wehren können. Diese Ausgaben werden unseren Kunden erspart - und daher muss er selbst tätig werden, um sich zu informieren. Oder er beschafft sich die Marktübersicht in Form von Beratung.
Hinter Open Source Software steht ein Konzept, das tatsächlich das Kosten-Nutzen Verhältnis in den Vordergrund stellt:
Wer die Software selbst beschafft und grossen Nutzen davon zieht, zeigt Anerkennung in Form von Beiträgen oder Zuwendungen in eigenem Ermessen. Mund-zu-Mund Propaganda darf mitgezählt werden.
Die Kundschaft bezahlt also nicht für unbenötigte Funktionalität oder abstrakte Elemente hinter einem komplizierten Nutzungsrecht, sondern einzig für die Dienstleistung, die ihm Zusatznutzen bringt: Schulung, Support, Implementation, Anpassungen, Beratung, Betrieb, Weiterentwicklung.
Das ist eine für nach dem heutigen Modell ausgebildete Öknomonen eigenartig anmutende Art der Geschäftstätigkeit. Sie ist aber keineswegs geschäftsschädigend, sondern bietet lediglich eine zusätzliche Auswahl für den Konsumenten - ähnlich wie bei den Produkten mit Öko-Label.
Dieser kann frei entscheiden, ob er ein glänzend aufgemachtes und vielbeworbenes, professionelles Produkt mit vielen Funktionen wieder und wieder beschaffen will, ohne zu wissen, für was die Mittel eingesetzt werden. Oder er wendet sich an einen Spezialisten in der Nähe, welcher einen passenden Service zu einem fairen Preis anbieten kann und der in der Lage ist einzuschätzen, wann und wo der Einsatz von Open Source Software Sinn macht.